Jean-Eric Vergne hat den Monaco E-Prix gewonnen. In einer spannenden Schlussphase verteidigte er sich bis zuletzt gegen Oliver Rowland im Nissan. Felipe Massa wurde in seiner Wahlheimat Dritter.

Am Start behielt Pole-Sitter Vergne die Nerven und verteidigte seine Führung. Auch dahinter tat sich nichts. Selbst Unfälle blieben in diesem Jahr weitgehend aus, nachdem es vor allem beim ersten Monaco E-Prix 2015 heftig gekracht hatte.

Wenige Überholmanöver

Überholungen gab es auf dem engen Stadtkurs wenige zu bestaunen. Im hinteren Feld überholte Sam Bird Mitch Evans. Lucas di Grassi machte ebenfalls Plätze gut und hatte nach einem Renndrittel als Zehnter bereits die Punkteränge erreicht. Antonio Felix da Costa kämpfte sich mit einem sehenswerten Manöver in Kurve 3 außen an Alex Lynn vorbei und war nun hinter seinem Teamkollegen Sims, der ihn wenig später vorbei ließ – offenbar Stallregie bei BMW.

Dann der erste Unfall. Lynn beschädigte sich die rechte Seite seiner Front, die wenig später abflog und auf der Strecke liegen blieb. Kurze Zeit später musste Max Günther sein Auto abstellen, die Aufhängung war gebrochen. Die Rennleitung rief kurzzeitig Full-Course-Yellow aus, bevor es im Renntempo weiterging. Kurz darauf landete Lucas di Grassi in die Mauer. Resultat: ein Aufhängungsschaden und das Rennende für den Brasilianer. Auch Edo Mortara musste an die Box kommen und aufgeben.

Spannende Schlussphase

Drei Minuten vor Schluss schlug Frijns beim Überholversuch gegen Sims an der linken Mauer an und schied aus. Dabei drehte er auch Sims, der weitere Plätze verlor. Die letzten zwei Minuten waren von Angriffen geprägt. Rowland attackierte Vergne, Wehrlein seinerseits Massa. Beide Angriffe wurden erfolgreich abgewehrt. In der letzten Runde passierte nichts mehr an der Spitze: Trotz wilder Angriffe von Rowland holte Vergne seinen zweiten Saisonsieg. Rowland wurde Zweiter vor Massa und Wehrlein. Daniel Abt holte noch den achten Platz und damit immerhin vier Punkte.

In der Fahrerwertung hat Vergne die Gesamtführung übernommen und liegt nun vor Andre Lotterer und Robin Frijns. Bei den Teams hat DS Techeetah seine Führung weiter ausgebaut. Virgin und Audi folgen auf den Plätzen 2 und 3.