Der britische Batteriespezialist OXIS Energy eröffnet seine erste Produktionsstätte im Südosten Brasiliens. Mit seiner Lithium-Schwefel-Technologie hat der britische Speicherspezialist vor allem die Märkte für elektrische Busse und Flugzeuge im Auge.

Dank einer 4,2 Mio Euro hohen Investition von Aerotec, einem brasilianischen Private Equity-Fonds, wagt OXIS Energy den Sprung über den Atlantik und startet seine erste Batterieproduktionsanlage im Bundesstaat Minas Gerais im Südosten Brasiliens. Die neue Produktionsstätte wird sich zunächst auf die kommerzielle Erweiterung in Lateinamerika konzentrieren. Anschließend sollen die Märkte für Luftfahrt, Verteidigung und schwere Elektrofahrzeuge weltweit adressiert werden.

Seine Forschungs- und Entwicklungsprogramm wird OXIS Energy in Großbritannien fortsetzen. Die Firma wurde 2005 gegründet und entwickelt seitdem innovative Lithium-Schwefel-Batterien. Diese Speichersysteme haben eine sehr hohe Energiedichte und sind zugleich sehr leicht. Da sie keine Seltenerdmetalle enthalten, sind sie umweltfreundlicher als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien.
Vor erst knapp zwei Monaten hatte OXIS Energy das Projekt LiSFAB ins Leben gerufen. Ziel ist es, Lithium-Schwefel-Batterien für den kommerziellen Einsatz in schweren Elektro-Nutzfahrzeugen wie Lkw und Bussen zu entwickeln. Gefördert wird das acht Millionen Euro teurere Vorhaben wird von der britischen Regierung.