Sebastien Buemi fährt der Konkurrenz in dieser Saison auf und davon. Der Renault-e.dams-Pilot holte sich im dritten Rennen seinen dritten Sieg. Das einzige deutsche Team der Rennserie, das Team ABT Schaeffler Audi Sport, ist in der Verfolgerrolle. Lucas di Grassi holte im Qualifying die erste Pole Position in der Elektro-Rennserie und feierte wenige Stunden später mit Platz drei seinen 15. Podiumsplatz. Daniel Abt erreichte nach starker Aufholjagd Platz sieben.

Wie so oft in der Formel E erlebten die Zuschauer an dem 2,480 Kilometer langen Stadtkurs in Buenos Aires und weltweit vor dem Fernseher actionreiche und spannende 37 Runden mit zahlreichen Überholmanövern. Nachdem Lucas di Grassi den Start gewonnen hatte, wurde er in den folgenden Runden zunächst bis auf den fünften Platz zurückgereicht. Mit einem erneut perfekten Boxenstopp seiner Mannschaft und einem beherzten Überholmanöver erkämpfte sich der Südamerikaner die Champagnerparty auf dem Podium.

Der schweizerische Pilot Sebastien Buemi (Renault e.dams) macht dort weiter, wo er vor der Winterpause aufgehört hat. Er dominiert die Serie beinahe nach Belieben und entschied den ePrix von Buenos Aires souverän für sich. „Hier zu gewinnen ist eine große Leistung“, sagte der Sieger im Anschluss des Rennens auf der Pressekonferenz. Sein Auto habe wunderbar funktioniert und er habe sich auf das Energiemanagement konzentrieren können. In der sechsten Rennrunde hatte sich Buemi die Führung erobert und bis zum Ende des Rennen nicht mehr aus der Hand gegeben.

Bei Lucas di Grassi, der von der Pole Position aus ins Rennen gegangen war, lief es weniger prickelnd. „Mein erstes Auto war nicht top“, sagte er. Di Grassi habe mit einem intensiven Übersteuern des Wagens und zu wenig Grip gekämpft, so dass er sich der Angriffe nicht lange habe erwehren können. In Runde drei wurde er von Jean-Eric Vergne und später von Buemi überholt. Nach dem Wechsel habe sein Auto gut funktioniert, so dass er  die verlorenen Plätz zurückerobern konnte.

Am Ende reichte es immerhin für einen Podiumsplatz. „Wir müssen anerkennen, dass wir uns gegenüber den beiden Teams mit Renault-Antrieb noch in der Verfolgerrolle befinden. Das bedeutet nicht, dass wir aufgeben, sondern dass wir noch härter dafür arbeiten werden, die Tabellenführer endlich einmal wieder zu schlagen. Für heute sind wir zufrieden mit den Punkten für Platz drei und die Pole Position und fahren stolz nach Hause.“

Dani Abt behielt im Rennen einen kühlen Kopf, hielt sich aus allen Rangeleien heraus und holte mit Platz sieben und damit neun aufgeholten Positionen wertvolle Punkte. „Ein verrücktes Rennen mit viel Action, einer Menge Spaß und am Ende mit einem guten siebten Platz – ein schöner Lohn für die harte Arbeit der Mechaniker nach dem Unfall im Zeittraining“, so Abt.