Ohne Ladestationen wird’s schwer für Elektroautos in der Stadt. In vielen Großstädten ist die Zahl der Ladepunkte aber noch relativ gering.

Die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte für Elektrofahrzeuge in Deutschland hat sich zu Jahresbeginn deutlich erhöht. In den ersten drei Monaten kamen 1300 solcher Stromtankplätze hinzu, Ende März waren es etwa 17.400, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft mit:  Zwölf Prozent davon seien Schnelllader. Über drei Viertel der Ladesäulen werden von Energieunternehmen betrieben.

Doch das ist vielen deutschen Großstädten nicht genug. Einige legen nun ein flottes Tempo vor.

Großstädte drücken aufs Gas

In Hamburg hat die Verkehrsbehörde Ende Februar das Modellprojekt „Elbe“ mit einer Förderung von 21 Millionen Euro für bis zu 7400 weitere Ladepunkte für Elektroautos gestartet. Das Interesse an Elektro-Ladestationen für Wohn- und Gewerbe-Gebäude, auf Betriebsgeländen und in Parkhäusern sei hoch.

In Berlin gab es im vergangenen Herbst nach Angaben des Senats rund 400 öffentliche zugängliche Ladepunkte. München hat 350 Ladesäulen mit 700 Ladepunkten. Ende dieses Jahres sollen es 550 Ladesäulen mit 1100 Ladepunkten sein. Dafür sollen die bislang befristet angelegten Förderprogramme fortgeführt werden.

Viele Städte mit eigenen Konzepten

Auch andere Städte stocken auf. In Stuttgart gibt es derzeit an etwa 200 öffentlichen Standorten 400 Ladepunkte. Bis Ende 2021 sollen 300 Standorte mit 600 Ladepunkten hinzukommen. In Köln gibt es derzeit 230 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Bis Ende 2020 sollen 400 Ladepunkte hinzukommen.In Düsseldorf betreiben die Stadtwerke aktuell mehr als 220 Ladepunkte. Für 2019 gibt es Planungen, mindestens eine zweistellige Anzahl von weiteren Ladepunkten zu installieren.

Doch die Städte fordern mehr Unterstützung von der Politik. So seien die Fristen bei Förderaufrufen der Bundesregierung zu kurz, sagte ein Sprecher der Stadt Stuttgart. Für die Kommunen ist es ebenfalls oft schwierig, Flächen für die Ladepunkte zu finden. Zudem sollte die Bundesregierung die Förderung der Stromladenetze vereinfachen.