VW will mit dem ID. R im Sommer den Elektro-Rundenrekord auf der Nürburgring-Nordschleife brechen. Für die Jagd durch die „Grüne Hölle“ wurde der E-Renner in einigen Details umgebaut.

VW sorgt in der E-Race-Szene seit einiger Zeit für Furore. Beim legendären Hillclimb am Pikes Peak Mitte 2018 pulverisierte der VW Prototyp ID. R den Streckenrekord. Im Juli 2018 schob VW im britischen Goodwood Park einen weiteren Streckenrekord nach.

Erfahrener Pilot am Steuer

Beide Male saß VW-Werksfahrer Romain Dumas am Steuer. Das wird im Sommer erneut der Fall sein, wenn Volkswagen eine weitere ikonische Strecke ins Visier nimmt: die Nürburgring-Nordschleife. Hier soll ein neuer Rundenrekord für Elektroautos aufgestellt werden. „Wie der Pikes Peak stellt auch die Nürburgring-Nordschleife eine der größten Herausforderungen für ein Automobil dar“, sagt Volkswagens Motorsport-Direktor Sven Smeets. „Wir möchten zeigen, wie leistungsfähig Autos mit Elektroantrieb schon heute sind.“

Für den Versuch in der „Grünen Hölle“ werden einige Anpassungen am ID. R vorgenommen. Die größte Veränderung im Vergleich zur Pikes-Peak-Abstimmung passiert bei der Aerodynamik. Für die Nordschleife konfiguriert VW den ID. R auf größtmögliche Effizienz und eine signifikant höhere Höchstgeschwindigkeit. Tempo 270 soll möglich sein. Um den Luftwiderstand abschnittsweise weiter zu reduzieren, weist der Heckflügel eine aus der Formel 1 bekannte Technologie auf: das sogenannte Drag-Reduction-System (DRS). Ebenfalls teilweise neu ist die Bremsanlage. Sie besteht nun aus Kohlefaser und nicht mehr aus Keramik.

Rundenziel für den ID. R sind 6:15 Minuten. Den bestehenden Elektro-Rekord zu unterbieten, wird dennoch keine Spazierfahrt. Die aktuelle Bestmarke für rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge steht bei 6:45,90 Minuten, aufgestellt vom Briten Peter Dumbreck am Steuer eines Nio EP9 im Jahr 2017.