Die Kooperation mit den IT-Experten aus dem Silicon Valley zahlt sich für die Wolfsburger aus. Erstmals ist es gelungen, die chemische Struktur von industrierelevanten Molekülen auf einem Quantencomputer zu simulieren, verkündet der deutsche Autohersteller – ein entscheidender Schritt für die Entwicklung leistungsstarker Akkus.

Zum ersten Mal haben die Experten erfolgreich Moleküle wie Lithium-Wasserstoff und Kohlenstoffketten abgebildet und gehen nun komplexere chemische Verbindungen an. Langfristig soll der chemische Aufbau einer kompletten E-Fahrzeug-Batterie auf einem Quantencomputer simuliert werden. Ziel ist die „Batterie nach Maß“.
Mithilfe von Quanten-Algorithmus soll in Zukunft die chemische Zusammensetzung einer Batterie nach völlig unterschiedlichen Konfigurationen (Gewichtsreduzierung, maximale Leistungsdichte, Elemente-Zusammensetzung, etc.) simuliert und daraus ein Bauplan für die Fertigung abgeleitet werden. Das könnte die bisher zeit- und ressourcenaufwendige Batterieentwicklung deutlich beschleunigen.

„Wir arbeiten mit Hochdruck daran, das Potenzial von Quantencomputern für Volkswagen zu erschließen (…) Wir sind überzeugt: Kommerziell verfügbare Quantencomputer eröffnen bislang ungeahnte Möglichkeiten“, sagt Florian Neukart, Principal Scientist im CODE Lab von Volkswagen in San Francisco. Weil es Quantencomputer nicht im Elektrofachhandel gibt ,kooperiert VW seit November 2017 mit Google und nutzt die Computer des Internetgiganten.