Mercedes-Benz Cars startet im ungarischen Kecskemét den Bau des ersten „Full-Flex Werks“. Insgesamt investiert das Unternehmen eine Milliarde Euro in das neue Pkw-Werk und schafft mehr als 2.500 Arbeitsplätze. Das „Full-Flex Werk“ soll der nächste Schritt auf dem Weg zur smarten Produktion sein.

Der Grundgedanke des neuen Werks fußt auf der im Februar vorgestellten „Factory 56“. Die neue Produktion ist vollständig digitalisiert, auf nachhaltige Produktion ausgelegt und stellt den Menschen in den Mittelpunkt.

„Wir bauen in Ungarn mit einer Investition von einer Milliarde Euro das erste ‚Full-Flex Werk‘ im globalen Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz Cars. In einem ‚Full-Flex Werk‘ können verschiedenste Fahrzeugarchitekturen vom Kompaktmodell bis zur heckgetriebenen Limousine und unterschiedlichen Antriebsformen inklusive Elektrofahrzeugen flexibel auf einem Band produziert werden “, erklärt Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain.

Bei der feierlichen Grundsteinlegung gab sich der ungarische Außenminister Péter Szijjártó selbstbewusst: „In der Weltwirtschaft hat eine neue Ära begonnen (…) Die Aufgabe der ungarischen Wirtschaft ist es, auch in dieser Ära erfolgreich zu sein – und die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass sich das Land nicht nur behaupten kann, sondern zu den erfolgreichsten Ländern in Europa gehört.“

Grundidee der „Factory 56“ wird auf kompletten Standort übertragen

Mercedes-Benz Cars präsentierte im Februar mit der „Factory 56“ in Sindelfingen eine der modernsten Automobilproduktionen der Welt. Der Mensch steht im Mittelpunkt und sie ist „Digital, flexible, green“. Kernelemente sind die vollständige Vernetzung aller Anlagen und Prozesse, die durchgängige Umsetzung der papierlosen Fabrik sowie die digitale Steuerung des Materialflusses. Tablets, Handhelds, Smartphones und Smartwatches unterstützen die Mitarbeiter in der täglichen Arbeit. Dabei ist die „Factory 56“ im Sinne von Industrie 4.0 durchgängig digitalisiert und mit anderen Fertigungen des globalen Produktionsnetzwerks verbunden.

Die Grundidee der „Factory 56“ überträgt das Unternehmen nun auf einen kompletten Standort. Weil alle Werksteile – vom Presswerk bis zur Montage – neu entstehen, soll sich so die komplette Prozesskette optimal aufeinander abstimmen lassen.

 

Für das neue „Full-Flex Werk“ werden 972.700 m3 Erde bewegt. Die bebaute Fläche ist 382.033 m2 groß. Das entspricht circa 54 Fußballfeldern. Mehr als 17.000 Tonnen Stahl werden beim Bau des zweiten Werks am Standort Kecskemét verbaut. Mit der Stahlmenge könnte man rund 1,7 Pariser Eiffeltürme bauen.