Während Batterie-Engpässe dieser Tage die Produktion bei Hyndai erlahmen lassen, sichert sich Volkswagen gigantische Energiespeicher.

Die Wolfsburger schreiten im Zuge ihrer Elektro-Offensive zielstrebig mit Siebenmeilenstiefeln voran. Um ihre selbstgesteckten Ziele erreichen zu können und um ihre E-Flotte ausstatten zu können, müssen die Wolfsburger bis 2025 eine Batteriekapazität von mehr als 150 GWh pro Jahr besitzen. Dafür hat das Unternehmen im September letzten Jahres ein Beschaffungsvolumen von mehr als 50 Mrd Euro ausgeschrieben. Inzwischen wurde bereits ein Volumen von 40 Mrd Euro vergeben.

Bei diesen Auftragsvolumina kann Volkswagen nicht nur auf ein Pferd setzen und hat die Aufträge an CATL, Lishen, LG Chem, Samsung SDI vergeben. Damit konzentriert sich die Produktion ausschließlich auf China und Südkorea. In Anbetracht dieser Milliardensummen wird bei VW offen über eine Eigenproduktion in Deutschland nachgedacht. „Diese Zahlen machen deutlich, dass wir im Industrieverbund mit vereinten Kräften über den Aufbau einer Fertigung von Batteriezellen in Europa nochmals verstärkt diskutieren müssen“, so VW-Chef Herbert Diess.