Die fehlende Ladeinfrastruktur ist sicher einer der Hauptgründe für die müden Absatzzahlen von Elektroautos. Das EU-Parlament hat nun der überarbeiteten Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden zugestimmt.

Das Papier hätte eine Wende bringen können, da es unter anderem den Aufbau und Ausbau von Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge regelt. Es ist von ehrgeizigen Zielen die Rede, doch in der Realität ist es eher ein halbherziger Versuch, auch noch etwas zur Förderung der E-Mobilität in der neuen Richtlinie unterzubringen.

So müssen künftig Wohngebäuden (Neubau oder Sanierung) mit mehr als zehn Parkplätzen so verkabelt werden, dass ein nachträglicher Einbau von Ladestationen für alle Parkplätze prinzipiell möglich ist.

Die gleiche Anforderung gilt für neue und sanierungsbedürftige Geschäftsgebäude mit mehr als 10 Parkplätzen, jedoch nur für 20 Prozent der Parkplätze. An diesen Gebäuden muss zudem mindestens ein Ladepunkt installiert, der für Benutzer verfügbar ist. In anderen Worten: Auf dem Parkplatz eines neu gebauten Supermarkts können 300 Autos parken und es muss genau Ladestation geben.

Ehrgeizige Ziele sehen anders aus, Brüssel!

Der neuen Richtlinie muss nun noch der Ministerrat zustimmen, ehe der Text im Amtsblatt der EU veröffentlicht wird, um 20 Tage später in Kraft treten zu können. Ab diesem Zeitpunkt haben die Mitgliedstaaten 20 Monate Zeit, die Bestimmungen in nationales Recht umzusetzen.