Die Hamburger Hafen und Logistik AG steigert ihre Anstrengungen zur Verbesserung der Luftqualität in der Hansestadt. Mit Lithium-Ionen-Batterien angetriebene Containertransporter sollen künftig auf dem Terminal Altenwerder die Ware zwischen Schiffen und Lagern bewegen.

Bis Ende 2022 will die Hamburger Hafen und Logistik AG ihre knapp 100 Containertransporter am Terminal Altenwerder durch Elektrofahrzeuge ersetzen. 25 dieser AGVs (Automated Guided Vehicles) des finnischen Maschinenspezialisten Konecranes sollen noch dieses Jahr in Betrieb genommen werden.
An insgesamt 18 Ladestationen werden die AGVs laden können, doch die neuen Zapfsäulen sind mehr als nur Stromspender: „Die HHLA setzt in Altenwerder ein spannendendes Projekt um, das gleich drei positive Effekte hat“, weiß Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie. „Es spart CO₂ und hilft so beim Klimaschutz, es verringert den Stickoxidausstoß und mindert so die Luftbelastung. Und es dient obendrein als flexible Speicherlösung und bringt so die Energiewende voran.“ Stehen die Containertransporter beispielsweise während einer Windflaute über der Nordsee an der Stromtankstelle, wird eine Software signalisieren, dass die Batterien Strom zurück ins Netz speisen sollen. Drehen sich die Offshore-Windräder hingegen besonders schnell und wird gleichzeitig viel Sonnenenergie im Norden erzeugt, werden die Fahrzeuge zum Laden aufgefordert. Die HHLA bietet die Containertransporter also mittels intelligenter Vernetzung am Strommarkt als flexible Stromspeicher mit einer Leistung von rund 2 Megawatt an und kann zur Stabilisierung der Netzfrequenz beitragen.

EU gefördert

Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei rund 60 Mio Euro. Aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) werden rund acht Millionen Euro fließen.