Mit dem SUV Mercedes-Benz Maybach Ultimate Luxury haben die Stuttgarter mal wieder alle überrascht: Die Silhouette und Sportlichkeit eines Elektro-SUV treffen hier auf den erhabenen, extrem langgestreckten Body, der die Maybach-DNA ausmacht. Und natürlich herrscht an Bord Luxus pur. Das hier ist eine Limousine, wie designt für First Lady Melania Trump. Der Mercedes Maybach Ultimate Luxury – die Weltpremiere auf Think E.

Die Sitze aus schneeweißem Nappa-Leder, das Maybach-Logo in Roségold eingebunden. Der Mercedes Maybach Ultimate Luxury macht schon vom ersten Blick klar, dass er ein Auto für die Superreichen werden soll. Die komplette Konsole hinten ist mit Roségold überzogen, aus der sich selbstverständlich ein Champagner-Cooler ausfahren lässt. Sogar die Sitze sind in Roségold eingekleidet – weiß und gold sind die vorherrschenden Farben, lediglich das Armaturenbrett besteht aus Ebenholz. Das Lenkrad ist ebenfalls komplett in weißes Leder eingefasst, zeigt allerdings den weiß leuchtenden Mercedes-Stern, der von einer blauen LED umringt ist. Das Symbol für die neue EQ-Serie, die mit dem EQC 2019 die Lücke zwischen GLC und GLE rein elektrisch schließen soll. Ein SUV ist der Maybach ebenfalls, übrigens der erste aus Daimlers Luxusmanufaktur. Sicherlich ein kluger Schachzug, denn gerade Hollywood-Stars bevorzugen SUVs und fahren aktuell recht gewöhnliche Range Rover.

Die neue Lust auf Luxus-SUVs

Sie sind sicherlich einer der größten Trends des Jahres: Lamborghini preschte mit dem Uranus vor, Maserati hielt mit dem Levante dagegen, Bentley mit dem Bentayga. BMW plant gerade seinen neuen X9, Audi einen Q9.

Foto: Mercedes Benz

So viel Luxus wie der Maybach-SUV bietet indes keiner: „Für uns ist das ein komplett neuer Archetyp von einem Auto. Wir nehmen die DNA eines SUV und kombinieren sie mit einer Limousine“, erklärt Gordon Wagner, Haus-und-Hof-Chefdesigner von Mercedes-Benz. Besonders gut gefällt ihm der Shape, der sich durch das ganze Auto zieht. Stolz ist er auf das Interieur, die Sitze. Es handelt sich dabei um Schalen aus Ebenholz, die ergonomisch geformt sind und mehr an einen Privatjet erinnern, denn ein Auto. Inspiriert von der Mercedes-Maybach S-Klasse arbeiten die Sitze mit einer Verstellkinematik – die Lehne wird also separat verstellt, wodurch Fußraum und Sitzreferenzpunkt unverändert bleiben. Dadurch müssen Sie sich weniger räkeln, finden leichter die optimale Sitz- oder Schlafposition. Alternativ zum Cooler gibt’s in der Mittelkonsole ein beheizbares Tablet, um frischen Tee zubereiten zu können sowie begleitende Duftprogramme. „Die Philosophie des Tees spielt eine tragende Rolle, um Körper und Geist in Balance zu bringen. Das ist für mich der ultimative Luxus“, sagt Wagner.

Das Exterieur: 100 Prozent Maybach

Fünf Meter lang ist die SUV-Limousine, über zwei Meter breit und direkt als Maybach erkennbar: „Das hat eine Zeit lang gedauert“, erklärt der Chefdesigner. Das Auto habe eine sehr majestätische Präsenz, wirke aber trotzdem geschmeidig und dynamisch. Nicht zu maskulin, nicht zu bullig. Gerade am ausladenden Heck zeigt sich der Maybach, aber auch vorne mit dem Grill, dessen verchromte Stäbe gezogen sind wie ein Nadelstreifenanzug. „Ich finde es ist ein geschmackvolles und schönes Auto, trotz dieser imposanten Maße. Darauf bin ich schon ein bisschen stolz.“ Auch viele Details stechen dem Kenner ins Auge: Das Turbinen-Design der Felgen etwa ist ganz anders als bei einer normalen S-Klasse. Die Lufteinlässe sind durchzogen vom markentypischen Wabenmuster. Ein durchgehender Zierstreifen zieht sich von der geteilten Motorhaube über das Dach bis ins Heck. Und der Vision Mercedes-Maybach Ultimate Luxury ist als Elektrofahrzeug mit vier kompakten Permanentmagnet-Synchron-Elektromotoren und vollvariablem Allrad-Antrieb konzipiert. Es könnte der Eintritt in den Elektromarkt für eine der exklusivsten Automarken der Welt werden, Preis und Erscheinungsdatum wurden indes noch nicht kommuniziert. Mercedes-Benz möchte ganz offensichtlich stärker die Luxusklientel ansprechen – mit dem AMG Project One verkaufen die Stuttgarter gerade für 3 Mio. Euro einen der teuersten Supersportwagen der Welt.

Autor: Benjamin Kratsch