Vor dem Hintergrund der steigenden Nachfrage nach leistungsfähigen Batterien will die Jinchuan Group in diesem Jahr ihre Förderung von Nickel und Kobalt deutlich steigern.

70.000 Tonnen Nickel – 40 Prozent mehr als im Vorjahr – sollen in diesem Jahr von der Jinchuan Group abgebaut werden. Der Bergbauriese baut auch Kobalt ab und plant hierfür ebenfalls einen Ausbau der Kapazitäten von zehn Prozent.

Größter Gewinner der erhöhten Rohstoffnachfrage ist derzeit die Demokratische Republik Kongo, wo sich rund zwei Drittel der globalen Kobaltförderungsanlagen befinden. Kobalt ist ein sehr seltenes Element,  dessen Häufigkeit in der Erdkruste bei gerade einmal 0,004 Prozent liegt. Im Kongo weiß man genau, wie viele Trümpfe man in der Hand hält. So sollen noch in diesem Jahr die Lizenzgebühren für Kobalt mehr als verdoppeln werden.

Wie groß die Auswirkungen auf den Weltmarkt sein werden ist noch nicht klar. Die Preise werden auf jeden Fall steigen, denn im Zuge der weltweiten Elektro-Offensiven sind alle Automobilhersteller dringend auf das Metall angewiesen. Somit heizt die Republik Kongo den Wettlauf um die Kobaltvorräte indirekt an. Große Hersteller wie Volkswagen und BMW sind bereits auf der Suche nach langfristigen Lieferverträgen.