Mit dem EMotion will Henrik Fisker ein Elektroauto mit über 650 Kilometern Reichweite auf den Markt bringen. Dabei  setzt der Däne neben seinem einzigartigen Design auf eine revolutionäre Batterietechnik. Auf der CES wurde der Luxusstromer in finaler Form vorgestellt.

Mit Hilfe neuer Batterietechnologie rückt Fisker den etablierten Herstellern auf die Pelle. Der EMotion soll die Reichweite aller bisher in Serie hergestellten Elektroautos übertreffen. In den ersten Modellen werden Akkus von LG Chem verbaut, die eine Reichweite von 650 Kilometern garantieren sollen. Mit der sogenannten Solid-State-Batterie, die eine zweieinhalb mal so hohe Energiedichte wie herkömmliche Batterien besitzt, sollen später sogar rund 800 Kilometer möglich sein. Ab dem Jahr 2020 könnte die Produktion von solchen Akkus mit Feststoff-Elektrolyt beginnen, so Fisker.

Schwer vorstellbar, doch den notwendigen Strom für rund 200 Kilometer Reichweite soll der EMotion in nur neun Minuten laden können.

Vom Designer zum Auto-Entrepreneur

In der Formsprache orientiert sich der Dänge klar an europäischen Premiummarken. Das liegt nahe, schließlich sind diverse Aston Martin-Modelle, der Artega GT und der BMW Z8 seiner Feder entsprungen. Mit dem Karma hat der Däne 2011 seine eigene Automarke gegründet. Durch die Serie „Two and a half men“, in der Ashton Kutcher das Auto fuhr, wurde der Plug-In-Hybrid weltweit bekannt.

Form follows function

Beim EMotion hat sich der Däne endgültig vom Verbrennungsmotor verabschiedet und verbindet diesen Ansatz mit seiner Designsprache: Der Luxus-Sportler ist überwiegend aus Aluminium und Carbon gefertigt. Die 24 Zoll großen Aluminium-Carbon-Verbundrädern sind nahe den Ecken platziert, was Freiraum im Inneren schafft: Platzverhältnisse wie in einem BMW 7er, versprechen die Dänen. Die Gesamtlänge liegt bei 5,09 Meter, der Radstand bei 3.018 mm, die Höhe wird mit 1,47 Meter angegeben. Der Verbund aus zwei Elektromotoren verteilt 575 kW auf beide Achsen. So spurtet der Allrad-Stromer in rund drei Sekunden von Null auf 100. Als Höchstgeschwindigkeit nennt Fisker 260 km/h.
Alle Plätze sind mit Monitoren samt Steuerinterfaces ausgestattet. Das teils mit Solarzellen versehene Glasdach und die Fenster lassen sich elektrochromatisch verdunkeln.
Serienstart ist Ende 2019, doch vorbestellen kann man den Fisker EMotion bereits jetzt. Die Reservierungsgebühr beträgt 2.000 Dollar. Der Preis startet bei 130.000 und reicht bis 190.000 Dollar.