Tesla hat die Verkäufe des abgelaufenen Quartals bekanntgegeben. Ausgeliefert wurden demnach im vierten Quartal 2017 insgesamt 29.870 Stromer – so viele wie in noch keinem Quartal zuvor. Sorgenkind bleibt jedoch das Nesthäkchen Model 3.

Bisher hat die Produktion des mit 35.000 Dollar Startpreis günstigsten Tesla Models gestottert. Im letzten Quartal wurden nur 1.550 Exemplare ausgeliefert. Die Produktion des Jedermann-Stromers aus Kalifornien ist noch lange nicht auf dem von CEO Elon Musk angestrebten Level. Musk versucht die offensichtlichen Probleme als Chancen zu verkaufen: Statt nur „so schnell wie möglich“ Autos zu bauen, konzentriere man sich auf Qualität und Effizienz. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit! Zum Ende des ersten Quartals 2018 wolle man rund 2.500 Fahrzeuge pro Woche produzieren. Das ursprünglich für Dezember 2017 ausgegebene Ziel von 5.000 Einheiten pro Woche verschiebt Musk

(erneut) auf Ende des zweiten Quartals 2018.

Durch die Verzögerungen gewinnt die etablierte Konkurrenz erneut wichtige Monate und macht gegenüber dem Branchenprimus Boden gut. Noch haben die Anleger Verständnis, doch „ Tesla muss das Model 3 richtig hinbekommen, um als Unternehmen erfolgreich zu werden,“ erklärte Kelly Blue Book bei handelblatt.com. Einzig die guten Zahlen für die Luxusmodelle S und X konnten den Kurs der Tesla Aktie stützen. Im abgelaufenen Jahr haben die Kalifornier genau 101.312 Stromer ausgeliefert: ein satter Anstieg von 33 Prozent gegenüber 2016.

Tesla Model 3: Hype trotz Produktionsstotterei

Seit einigen Tagen können alle US-Kunden ihr vorbestelltes Model 3 konfigurieren. Das war bisher nur den eigenen Mitarbeitern Kunden aus Kalifornien möglich.
Nach den ersten 1.550 Auslieferungen des Model 3 häufen sich nun die Fahrberichte auf youtube.