Um die Kosten nicht explodieren zu lassen, fahren die Formula E-Boliden bis 2025 mit Einheitsbatterien. Über andere technische Innovationen wird jedoch nachgedacht.

Die elektrische Rennserie Formula E setzt weiterhin auf Einheitsakkus. Eine Freigabe wird es laut Formula E-Chef Alejandro Agag frühestens in der elften Saison geben, da ein kurzfristiger Batterie-Wettbewerb die Kosten aus dem Ruder laufen lassen würde.
Gestartet ist die Elektrorennserie mit einer von Williams Advanced Engineering entwickelten Einheitsbatterie. Anfangs verfolgte man das opportunistische Ziel, dass Teams ab der fünften Saison eigene Batterien einsetzen dürfen. Schnell wurde allerdings klar, dass es Sinn macht, auch die Wagen der zweiten Generation mit Batterien eines Einheitsausrüsters auszustatten. So werden die Elektro-Boliden in der Saison 2018/19 mit der Kraft von McLaren Applied Technologies beschleunigen. Alejandro Agag möchte sogar die dritte Generation vom Batterien-Wettrüsten ausklammern, obwohl bis dahin mit Mercedes, BMW und Porsche genug Hersteller mit Batterie-Know-How in der Rennserie vertreten sein werden.

„Sollten wir jemals die Batterien freigeben – was passieren könnte – dann würde das erst in Saison elf der Fall sein (…) Ich denke, die Hersteller sind mit dieser Kostenkontrolle glücklich. Sie haben keinen Stress, eigene Batterien zu bauen. Sie wollten ihre eigene Technologie, und diese haben sie jetzt“, betont Agag gegenüber ‚Motorsport-Total.com‘. Das gibt kleinen Teams die Möglichkeit ihr Kapital in die Entwicklung andere Technologien zu investieren.

Neue Technologien für E-Boliden

Bisher dürfen Hersteller ihren eigenen Motor, das Getriebe und den Gleichstrom-Wechselstrom-Konverter entwickeln. Sollte ab Saison elf die Batterie freigegeben werden, wäre das im Jahr 2025. In den nächsten sieben Jahren können also noch genug andere Technologien Einzug halten: Denkbar sind Allradantrieb, Drehmomentverteilung, Energierückgewinnung oder Brake-by-wire.
Agag schließt auch eine zweite, kleinere Batterie im vorderen Teil des Autos nicht aus. Diese könnte neue Möglichkeiten im Bereich der Steuerung bieten. „Aber die Hauptbatterie sollte meiner Meinung nach Standard bleiben“, so Agag.