In unserer modernen Welt sind wir von Batterien abhängig. Aber die heutige Batterietechnologie ist bei weitem nicht so weit fortgeschritten, wie wir es bräuchten. Nun scheint sich aber ein Durchbruch abzuzeichnen, denn wenn die Versuche erfolgreich sind, könnte nicht nur für Smartphone-Süchtige eine neue Ära beginnen, sondern sich auch alles für Besitzer von Elektrofahrzeugen ändern, wenn Reichweiten von bis zu 800 Kilometern erreicht werden.

Josh Duettner-Garrett, CEO bei Solid Power, ging diese Woche eine Allianz mit BMW ein, die sich bereits dazu verpflichtet hat, für nahezu jedes Produkt, das sie im kommenden Jahrzehnt herstellt, irgendeine Form von Batterieoption anzubieten. Egal ob Hybrid, Plugin, batterieelektrisches Fahrzeug oder BEV.

Lithium-Ionen: schwer und teuer

Heutige Lithium-Ionen-Batterien sind eine große Verbesserung gegenüber den frühen Blei-Säure-, Nickel-Cadmium- und Nickel-Metallhydrid-Technologien. Aber die neuen Langstreckenfahrzeuge, die auf den Markt kommen, wie der 200-Meilen-Tesla Model 3 und der Chevrolet Bolt, benötigen fast 400 kg Batterien.

Und es kann Stunden dauern, sie wieder aufzuladen. Und Lithium-Technologie ist nicht billig. Die Preise für Autobatterien sind zwar von rund 700 Dollar pro Kilowattstunde im Jahr 2010 auf heute weniger als 200 Dollar gefallen – für eine Langstreckenladung von 60 Kilowattstunden ergibt das aber immer noch mehr als 10.000 US-Dollar.

Festkörper: effizienter, günstiger und schneller

Es wird erwartet, dass die Festkörpertechnologie in diesem kritischen Bereich große Sprünge machen wird, so die Experten, die unter anderem eine mindestens doppelt so große Leistung in einer gegebenen Batteriegröße einbringen.

Festkörperbatterien bieten zudem das Potenzial für ultraschnelles Laden, sagte Duettner-Garrett NBC News. „Der Heilige Gral soll … die Erfahrung beim Betanken Ihres Benzinfahrzeugs widerspiegeln.“ Mit anderen Worten, nur fünf bis zehn Minuten dauern.