Da es sich bei Ökostrom um keinen geschützten Begriff findet und es selbst in Deutschland keine klare Definition gibt, kann sich hinter diesem Wort vieles verbergen. Meist jedoch wird mit Ökostrom jene Elektrizität bezeichnet, die ihren Ursprung in erneuerbaren Energiequellen findet. Neben bekannten Modellen wie Wind- oder Solarkraft zählen auch unbekanntere Methoden wie Erdwärmegewinnung oder Energie aus Biogasspeichern.

Ökologische Energiegewinnung und günstigster Stromanbieter – Ein Widerspruch?

Viele Verbraucher werden bei dem Wort Ökostrom zunächst hellhörig. Bedeuten aufwändige Gewinnungsprozesse und eine Branche, die gerade erst in den Startlöchern steht, nicht auch höhere Kosten für den Endnutzer? Bestechen altbewährte Modelle wie Atomkraft oder Kohleverbrennung nicht immer noch durch ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis?

Nicht unbedingt. Insbesondere mit Hinblick auf Katastrophen wie Fukushima ist die Ökostrom-Branche längst aus dem Schatten ihrer Erprobungsphase hinausgetreten und mittlerweile ein ernstzunehmender Konkurrent.

Die Qual der Wahl – Wie finden Sie den richtigen Anbieter?

Zunächst müssen Sie wissen, dass nicht gleich alles Ökostrom ist, was sich Ökostrom nennt. Der Bundesverband Erneuerbare Energie hat sich mit den Anbietern beispielsweise darauf verständigt, all das Ökostrom zu nennen, was mindestens zur Hälfte aus der Nutzbarmachung erneuerbarer Energiequellen stammt. Darüber hinaus jedoch gelingt es vor allem auf regionaler Ebene immer mehr Ökostrom-Anbietern, die Angebote klassischer Stromkonzerne zu unterbieten. Seiten wie Stromkampagne.com können dabei helfen, solche Anbieter zu identifizieren. Wichtig dabei ist, immer auch auf Gütesiegel zu achten: Die Siegel „TÜV SÜD Erzeugung EE“ und das schweizerische Pendant „naturemade star“ verbriefen dabei höchste Qualität, wohingegen das „RECS“-Zertifikat („Renewable Energy Certificate System“) aufgrund der weiten Verbreitung weniger aussagekräftig ist.