Ford wird sein vollelektrisches Auto der nächsten Generation zwar in Mexiko bauen und nicht in Michigan, wie ursprünglich angekündigt, schafft dennoch 850 Arbeitsplätze.

Der Autohersteller gab im Januar bekannt, 700 Millionen Dollar in das Werk in Flat Rock, Michigan, investieren zu wollen und damit 700 Arbeitsplätze zu schaffen. Es sollten Elektroautos gebaut werden, und Pläne für den Neubau eines Werks in Mexiko verworfen werden.

Vertrauensvotum für Trump

Die Nachricht wurde von der Trump-Regierung gefeiert, die behauptete, sie habe die Autohersteller in den USA davon überzeugt, Arbeitsplätze nach Hause zu bringen. Mark Fields, der damalige CEO von Ford, bezeichnete die Pläne für das Werk in Michigan als „Vertrauensvotum“ in der Trump-Regierung.

850 neue Arbeitsplätze

Nun gab das Unternehmen an, man plane noch stets in Flat Rock zu investieren und neue Arbeitsplätze zu schaffen, aber statt Elektroautos wolle man selbstfahrende Autos bauen. Diese Kursänderung scheint sich für die Arbeitnehmer auszuzahlen, sollen nun doch 850 Arbeitsplätze statt 700 entstehen. Die geplante Investition in das Werk in Michigan wurde auf 900 Millionen US-Dollar angehoben.

Kosten gesenkt, Steuern gestiegen?

Die Verlagerung der Produktion von Elektroautos nach Mexiko könnte die Kosten für die Herstellung der Autos senken, die bisher für jeden Autohersteller ein Verlustgeschäft darstellte. Dieser Schritt birgt aber auch das Risiko, dass die Trump-Regierung hohe Steuern auf die in Mexiko gebauten Autos setzen muss, wie bei den Neuverhandlungen des NAFTA-Handelsabkommens gefordert.