Stabilisierung des Stromnetzes mittels vernetzter Batterie-Heimspeicher

Wildpoldsried, Bayreuth, November 2017
Das europaweit erste Pilotprojekt zur Stabilisierung des Stromnetzes mit Hilfe vernetzter Heimspeicher und der Blockchain-Technologie wurde Ende November gestartet. Sonnen (weltweit größter Stromspeicher-Hersteller) und der Übertragungsnetzbetreiber TenneT nutzen in der sechsmonatigen Pilotphase dezentrale Batterie-Heimspeicher um das von TenneT betriebene Stromnetz zu stabilisieren.

Während der Testphase werden dezentrale Batteriespeicher über eine Blockchain-Lösung in das Netz von TenneT eingebunden. Die Blockchain-Lösung wurde von IBM entwickelt und der Pool von Heimspeichern wird von sonnen bereitgestellt. Die einzelnen Speicher werden von sonnen e-Services miteinander vernetzt. Das intelligente Management der Batteriespeicher passt sich dabei individuell der jeweiligen Situation im TenneT-Netz an. So kann sonnens vernetzter Speicher-Pool je nach Bedarf überschüssigen Strom sekundenschnell aufnehmen oder abgeben und damit dazu beitragen, Transportengpässe im Netz zu reduzieren.

Wie können zukünftig die erneuerbaren Energien besser in die Stromversorgung integriert werden?

Das Projekt ist wegweisend für die zukünftige Einbindung der erneuerbaren Energien in die Stromversorgung. „Letztlich hilft das, die teure Abregelung von Windanlagen zu begrenzen, die notwendig ist, um das Netz zu stabilisieren“, sagte Urban Keussen, Vorsitzender der Geschäftsführung der TenneT TSO GmbH. „Als Netzbetreiber gehen wir hier einen neuen Weg, um die dezentralen erneuerbaren Energien besser zu integrieren und die Versorgung zu sichern. Und wir bieten den Bürgern so die Möglichkeit, aktiv die Energiewende mitzugestalten.“ Ziel von TenneT ist es, neue Wege zu erschließen, um die stark vom Wetter abhängige erneuerbare Stromproduktion flexibel zu steuern.

sonnen vernetzt die dezentralen Heimspeicher seiner sonnenCommunity untereinander, die so einen virtuellen Batteriepool bilden, der gezielt Schwankungen im Stromnetz ausgleichen kann. Das erleichtert wiederum die Nutzung von erneuerbaren Energien insgesamt, da sie gleichmäßiger verteilt werden und Produktionsspitzen aufgefangen werden. Privathaushalte mit einem Speicher können auf diesem Weg vom Energiemarkt profitieren und erhalten neue Verdienstmöglichkeiten, die über den Eigenverbrauch hinausgehen und den Betrieb von Stromspeichern noch wirtschaftlicher machen.

Geld verdienen mit einem privaten Batterie-Heimspeicher

Schon heute können Privatpersonen kostenlosen Strom erhalten, wenn diese ihre Speicher für wenige Minuten am Tag für Netzdienstleistungen zur Verfügung stellen. „Bei dem gemeinsamen Projekt mit TenneT nutzen wir bei Netzengpässen erstmals grüne Energie aus Speichern statt Kohle- oder Atomstrom. Statt grünen Strom im Norden wegzuwerfen, speichern wir ihn. Statt Großkraftwerke im Süden hoch zu fahren, rufen wir Solarstrom aus Speichern ab. Damit entsteht eine grüne, virtuelle Stromleitung von der sowohl unsere Kunden als auch die Allgemeinheit profitieren“, sagte Philipp Schröder, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei sonnen.

Mehr Informationen zur Firma sonnen GmbH und wie auch Privatpersonen mit einem Batterie-Heimspeicher Ihre Stromkosten reduzieren können, sind unter www.sonnenbatterie.de abrufbar.