Noch eine gute Woche, dann startet die elektrische Rennsportserie FIA Formula E in ihre vierte Saison. 20 Fahrer und zehn Teams kämpfen um den Titel.

Unter den Fahrern sind vier Deutsche. Fünf neue Gesichter werden erstmals in der Startaufstellung stehen. Die Saison 2017/18 umfasst insgesamt elf Veranstaltungsorte. Das Auftaktwochenende findet am 2. und 3. Dezember in Hong Kong statt. Der Deutschland-Besuch in Berlin ist für den 19. Mai terminiert.

Unter den Top-Fahrern dürfte die bisherige Rivalität fortgesetzt werden. Lucas di Grassi, der amtierende Champion, startet weiterhin für Audi-Abt-Schaeffler. Sebastien Buemi, der beim Finale in Montreal den fast sicher geglaubten Titel noch verloren hat, geht wie gewohnt für Renault e.dams auf die Jagd nach seiner zweiten Meisterschaft. Beide Top Teams setzen fahrerseitig auf Kontinuität. Daniel Abt und Nicolas Prost sind weiterhin gesetzt.

Der erste Formel-E-Meister steht 2017/18 vor einem Neuanfang. Nelson Piquet jun. wechselte in der Sommerpause zu Jaguar. Bei den etablierten Deutschen gibt es keine wesentlichen Veränderungen. Neben Daniel Abt sind weiterhin Maro Engel und Nick Heidfeld dabei. Engel bestreitet seine zweite Saison mit Venturi. Und auch Heidfeld bleibt Mahindra treu. Der ehemalige Formel-1-Pilot hat im indischen Rennstall weiterhin Felix Rosenqvist als Teamkollegen.

Es gibt allerdings das eine oder andere Indiz dafür, dass die leisen Flitzer langsam aber sicher an Akzeptanz gewinnen.

Indiz 1: F1-Sponsor Hugo Boss wechselt in Formel E

Die deutsche Modemarke Hugo Boss – seit den frühen 1970er-Jahren Sponsor von mehreren Formel-1-Teams wie McLaren oder Mercedes – wechselt in die Formel E. Das berichtete zunächst der ‚Focus‘ am Freitag. Die Bestätigung der Formel E folgte Anfang dieser Woche. Vom Saisonstart am 2. Dezember in Hongkong wird das Unternehmen „Offizieller Bekleidungspartner“ der Elektroserie.

„Die Formel E ist einfach nachhaltiger und innovativer“, erklärt Hugo-Boss-CEO Mark Langer dem Wochenmagazin. „Die Motoren, die großen Städte und das junge Publikum bieten uns viel mehr Möglichkeiten für unsere Firma.“ Seit den Zeiten von Jochen Maas habe Hugo Boss „über den nächsten Schritt“ im Motorsport nachgedacht. Ab 2018 wird das Unternehmen, das aktuell noch das Mercedes-Formel-1-Team sponsert, die Formel E als weltweiter Partner begleiten.

Indiz 2: Eurosport baut seine Übertragungsrechte weiter aus

Der Sportsender Eurosport überträgt die Formel E seit 2015 und hat sich vor kurzem die Übertragungsrechte für die kommenden drei Jahre gesichert. Wie in Branchenkreisen verlautete, baut Eurosport sein Berichterstattung für die Saison 4 weiter aus.

Alle 14 Rennen der Saison 2017/18 werden live bei Eurosport sowie im Eurosport Player gezeigt. Die Qualifyings wenige Stunden vor den Rennstarts werden zudem live oder zeitversetzt bei Eurosport 1 oder Eurosport 2 übertragen. Das komplette Programm gibt es für zahlende Kunden im Eurosport Player: Shakedown, Training, Qualifying und das Rennen werden erstmals live gezeigt.

 

Alle Fahrer und ihre Teams

1 Lucas di Grassi – Audi-Sport Abt-Schaeffler (Audi e-tron FE04)
2 Sam Bird – DS-Virgin (DS-Virgin DSV-03)
3 Nelson Piquet jun. – Jaguar-Racing (Jaguar I-Type II)
4 Edoardo Mortara – Venturi (Venturi VM200-FE-03)
5 Maro Engel – Venturi (Venturi VM200-FE-03)
6 Neel Jani – Dragon (Penske EV-2)
7 Jerome d’Ambrosio – Dragon (Penske EV-2)
8 Nicolas Prost – Renault e.dams (Renault Z.E.17)
9 Sebastien Buemi – Renault e.dams (Renault Z.E.17)
16 Oliver Turvey – NIO (NextEV NIO Sport 003)
18 Andre Lotterer – Techeetah (Renault Z.E.17)
19 Felix Rosenqvist – Mahindra (Mahindra M4Electro)
20 Mitch Evans – Jaguar-Racing (Jaguar I-Type II)
23 Nick Heidfeld – Mahindra (Mahindra M4Electro)
25 Jean-Eric Vergne – Techeetah (Renault Z.E.17)
27 Tom Blomqvist – Andretti (Andretti ATEC-03)
28 Antonio Felix da Costa – Andretti (Andretti ATEC-03)
36 Alex Lynn – DS-Virgin (DS-Virgin DSV-03)
66 Daniel Abt – Audi-Sport Abt-Schaeffler (Audi e-tron FE03)
68 Luca Filippi – NIO (NextEV NIO Sport 003)