The Italian Job, Snatched, Gossip Girl: Hollywood liebt die Vespa. In Larry Crowne mit Star-Duo Julia Roberts und Tom Hanks durfte sie gar das Cover zieren. Die Vespa steht für italienische Gemütlichkeit, La Dolce Vita sowie die Entschleunigung von unserer immer rasanter werdenden Gesellschaft. Und 2018 gibt es sie auch als Versione Elettrica – unserer Umwelt zu Liebe.

Die Vespa Elettrica ist alles, was sich Fans wünschen können: Sie kombiniert das liebgewonnene Design der Primavera mit neuen Elementen – einem silbern schillerndem Chrom-Finish und blauen Linien, die Felgen, Verkleidung und Sitzbank förmlich zum Leuchten bringen. Hat aber auch ein 4,3 Zoll-Digitaldisplay an Bord und lässt sich mit dem Smartphone verbinden, etwa um auf Kartendienste zuzugreifen. Piaggios neue Designlinie macht einen edleren Eindruck, soll aber vor allem auch Leistung auf die Straße bringen: „Die Vespa Elettrica wird deutlich schneller beschleunigen als die 50cc Vespa“, sagt Roberto Colaninno, CEO der Piaggio Group auf der Pressekonferenz der EICMA 2017, Italiens größter Show für Motorräder.

Die Vespa Elettrica im Überblick: 

E-Leistung: 
Max. 4 kw / 5,5 PS, 100 Kilometer Reichweite; Ein Hybrid namens Elettrica X ist benfalls in Planung mit 200 Kilometern Reichweite

Maße:
Länge: 1.860 mm; Breite: 735 mm; Radstand: 1315 mm

Premium-Features:
Chrom-Finish, blaues Leder für Rückbank sowie Helm, blau-silberne Felgen, 4,3 Zoll TFT-Display, welches sich dank Konnektivität mit dem Smartphone auch zur Routenanzeige nutzen lässt.

Preis:
Noch geheim

Verfügbarkeit
2018

 

Für gemütliche Fahrer: 5,5 PS müssen reichen 

Ausgeliefert wird das Schmuckstück mit einem neu designten Helm, in blauem Leder. Bild: Piaggio Group

Die Vespa ist das italienischste Gefährt der Welt und gebaut für Menschen, die es nicht sonderlich eilig haben. Der E-Motor hat eine Dauerleistung von gerade mal 2 Kilowatt, also gut 3 PS. Die Spitzenleistung liegt bei 4 kW, also rund 5,5 PS. Und auch wenn ein Elektroroller natürlich deutlich schneller beschleunigt als ein Benziner, dürfte bei 70 km/h Schluss sein. Die Vespa war auch nie für die lange Strecke konzipiert, entsprechend plant das Unternehmen aus der Toskana auch nur mit 100 Kilometern Reichweite. Wer mehr braucht, der sollte auf die Elettrica X warten – einen Elektro-Hybriden, der 200 Kilometer schaffen wird. Das Laden des Lithium-Ionen-Akkus soll bei 230 Volt gut vier Stunden dauern, auch hier sind die Italiener eher gemächlich.

Die Vespa: Der italienische Kontrast

Bleibt die Frage: Kann die Vespa auch 2018 nochmal die Welt erobern? Ob die E-Version des Klassikers auch den reißenden Absatz findet, wie der Klassikers? Schließlich schnurrt sie dank Elektromotor nur noch und knattert nicht mehr wie ihre alten Schwestern.
Noch ein Highlight zum Schluss: Ausgeliefert wird das Schmuckstück mit einem neu designten Helm, der mit blauem Leder daherkommt, sich aber designtechnisch eng an das Original hält und sogar die stilechte „Taucherbrille“ des Erstlings beinhaltet – Italiener lieben eben Tradition.

 

von Benjamin Kratsch