Dieselmotoren sind der Teufel, das Elektroauto die Lösung für alles: Sauber, umweltfreundlich – und auch noch wartungsfrei. Stimmt das wirklich? Oder steckt auch Augenwischerei in der E-Euphorie? FOCUS Online und CHIP machen den Faktencheck.

In Deutschland wird gerade der Film gedreht „Wie werde ich ihn los – in 13 Jahren“. Bis 2030, so die Idee einiger Politiker, sollen nur noch Autos ohne Verbrennungsmotor zugelassen dürfen, angespornt von anderen Ländern wie England und Frankreich (wollen ab 2040 komplett aufs Elektroauto umsteigen) oder Österreich (raus aus dem Verbrenner ab 2030). Befürworter und Gegner der E-Mobilität führen eine teilweise emotional aufgeladene Diskussion. Aber wie ist der Stand der Dinge wirklich? Wir checken sieben populäre Totschlag-Argumente, mit denen entweder für oder gegen Stromer gearbeitet wird, auf ihren Wahrheitsgehalt. Stimmt nicht. Das beliebteste Argument der Elektro-Lobby ist zugleich ihr schwächstes. Natürlich verursachen Stromer lokal keine Emissionen, abgesehen von Reifenabrieb und Bremsstaub. Das ist auch der Grund, warum zum Beispiel China seine (im Gegensatz zu Deutschland) wirklich massiv Smog-geplagten Städte mit mehr Elektroautos sauberer kriegen könnte. Doch die tatsächlichen Emissionen vom Betrieb eines Elektroautos hängen von der Stromproduktion ab. Da schneidet ausgerechnet das Stromer-Vorzeigeland China ganz mies ab , wie eine Untersuchung des Strategie-Beratungsunternehmens Arthur D. Little ermittelt hat. In Abhängigkeit vom jeweiligen Strommix (Anteil der Kohle, Atomkraft, regenerativer Energien etc.) ergeben sich ganz unterschiedliche CO2-Ausstöße: Was für das als Klimagas eingestufte CO2 gilt, gilt natürlich ebenso für Schadstoffe. Feinstaub oder Stickoxide etwa, wenn sie im Rahmen der Stromproduktion anfallen. Ein Elektroauto ist also nur so sauber wie der Strom, den es tankt. Das Potenzial zur wirklich Schadstoff-armen Mobilität (bezogen auf die durch den Betrieb entstehenenden Schadstoffe) hat das Elektroauto aber sehr wohl. Vor allem dann, wenn Atomkraft (Beispiel Frankreich) oder regenerative Energien (Beispiel langfristig geplanter Energiemix in Deutschland) zum Einsatz kommen.

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